Neuer Downloadbereich

Seit Anfang des neuen Schuljahres 2018/19 finden Sie auf unserer Schulwebsite einen Downloadbereich mit vielen Informationen (z. B. Befreiungsanträgen, Material zu den Übertrittsverfahren Ü 4/5 sowie Ü 6/7 oder Übersichten, wann A- und wann B-Woche ist und vieles mehr), die Ihnen den Alltag mit Ihren schulpflichtigen Kindern erleichtern sollen.
Dieser Bereich befindet sich derzeit noch im Aufbau, wird aber regelmäßig aktualisiert und erweitert.
Gibt es noch etwas, was Ihrer Meinung nach fehlt, dann schreiben Sie uns bitte kurz eine E-Mail an die Adresse: mosaik[at]grundschule-peitz.de mit dem Betreff „Downloadbereich“.

„Wir säen Zukunft“

Unter diesem Motto unternahmen wir, die Klasse 3c, am 21.03.2018 unseren Wandertag in die Waldschule an den Kleinsee. Dort trafen wir unseren Landrat Harald Altekrüger. Nachdem wir uns mit dem Frühstück gestärkt hatten, wurden immer 2 Schüler von Herrn Pomerenke, dem Waldpädagogen, mit einem angespitzten Stock und einem Beutel Bucheckern ausgerüstet. Wir machten uns auf den Weg zu einem Waldstück, durch das früher eine Stromleitung lief. Als wir dorthin unterwegs waren, erhielten wir von Herrn Pomerenke noch viele interessante Informationen zum Wald und den Bäumen. Nachdem uns gezeigt wurde, was wir machen sollen, bohrten wir gemeinsam mit dem Landrat, den beiden Eltern und unserer Klassenlehrerin mit dem Stock Löcher, setzten die Bucheckern ein und deckten sie mit Erde wieder zu. Nun muss es nur noch warm werden, dann fangen die Bucheckern an zu keimen. Als wir in die Waldschule zurückkamen, wurden wir mit einer Grillwurst belohnt.

Mit einem guten Gefühl, etwas für unseren Wald getan zu haben, und das noch am “Internationalen Tag des Waldes“, traten wir anschließend den Heimweg an. Wenn wir im Dezember wieder die Waldschule besuchen, werden wir mal schauen, was aus unsren Bucheckern geworden ist. Wir sind schon ganz gespannt.

Die Kinder der Klasse 3c, unsere beiden Eltern Frau Kleemann, Frau Schulze sowie Frau Ewersbach

Spannender Wandertag zur Freiwilligen Feuerwehr Peitz

Drei vor der Peitzer Feuerwehr stehende Fahrzeuge begrüßten uns zu unserem Wandertag am 15. März 2018 schon von weitem. Aber natürlich nicht nur die Fahrzeuge, sondern besonders die drei Feuerwehrmänner Rene Schulze, Thomas Schulze und Holger Weißhaupt waren bestens auf uns vorbereitet. So erfuhren wir zu Beginn wichtige Dinge über das Feuer, Brände, den Feueralarm und richtiges Verhalten in einem Brandfall. Danach durften wir uns verschiedene Fahrzeuge ansehen und die Kleidung eines Feuerwehrmannes anprobieren …. bis plötzlich ein echter Alarm auf den Piepern der Feuerwehrmänner und etwas später die Sirene über Peitz ertönte. Innerhalb weniger Minuten waren mehrere Feuerwehrmänner vor Ort und wir wurden Zeugen eines echten Einsatzes, der zum Glück schnell wieder beendet war.

Ein besonderer Höhepunkt des Wandertages war die ca. 10 Meter hohe Fahrt im Korb eines Einsatzfahrzeuges bis über die Dächer von Peitz. Als krönenden Abschluss wurden wir zum Ende in drei verschiedenen Einsatzfahrzeugen bis vor die Schule gefahren. Es war ein spannender und sehr lehrreicher Wandertag für uns alle. Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei den drei Feuerwehrleuten bedanken, die sich diesen Tag Zeit für uns genommen haben und diesen Wandertag zu einem wirklichen Erlebnis gemacht haben.

Die Kinder der Klasse FE sowie Fr. Markula, Fr. Hennig und Fr. Neumann
der Mosaik-Grundschule Peitz

Zeitzeugengespräch in den Räumen der Theresienstädter Initiative in Prag – 15.3.2018

Nachdem wir uns drei Tage in Terezin, dem vormaligen Ghetto Theresienstadt an authentischen Orten mit der Zeit von November 1941 bis August 1945 befasst hatten, führte uns unsere Spurensuche in das jüdische Viertel von Prag. In Josefov trafen wir in den Räumen der Theresienstädter Initiative (bis 1942 eine jüdische Schule) Frau Dr. Michaela Vidláková. Sie wurde 1936 als Michaela Lauscherová in Prag geboren. Am 20. Dezember 1942 wurde sie mit ihren Eltern von Prag nach Theresienstadt deportiert.

„Vorzimmer des Todes“ nennt Micaela Vidláková das Ghetto, in dem sie zweieinhalb Jahre in Elend, Hunger und ständiger Angst ums Überleben zubringen musste. In Theresienstadt lernt sie die deutsche Sprache von einem Jungen aus Berlin. Seine Spur verliert sich in Auschwitz. Die Lauschers haben Glück im Unglück: Der Vater gilt als wertvoller Handwerker, deshalb wird die Familie nicht in einem der vielen Züge nach Osten „evakuiert“ – in die Vernichtungslager.

Nach dem Krieg beginnen sich Michaela Vidlákovás Eltern Irma Lauscherová und Jiří Lauscher intensiv für Erinnerungsarbeit einzusetzen. Bereits Anfang der 1960er Jahre sind sie von den Deutschen, und zwar von den Mitgliedern der Aktion Sühnezeichen, als eine der ersten Juden in der Tschechosowakei kontaktiert worden. So begann eine enge Zusammenarbeit. Michaela  Vidláková führt das Lebenswerk ihrer Eltern fort. Michaela Vidláková lebt nach wie vor in Prag, dort hat sie als promovierte Naturwissenschaftlerin gearbeitet.

Michaela berichtet uns von einem Freund, der sechs KZ überlebt hatte und auch an Schulen ging. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Schüler zurückweichen, so, als ob Sie Angst vor Berührung hätten. Er sagte dann: „Ihr tragt keine Schuld. Ihr tragt jetzt aber die Verantwortung für die Zukunft.“ Das ist auch Michaelas Botschaft. Man kann an der Vergangenheit nichts ändern. Also muss man etwas für die Zukunft tun. Das Erste ist, nicht zu vergessen! Und das versprechen wir!

Emotionale Spurensuche – Mittwoch

Um 9:00 Uhr, zeitig vor anderen touristischen Besuchergruppen, wurden wir in der Kleinen Festung, dem ehemaligen Gefängnis der Prager Gestapo, von den Guide(s) empfangen. Eindrucksvoll schilderten sie die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Frauen und Männer hier eingesperrt waren. Die Schilderungen wurden plastisch, da alle Zellen noch im Originalzustand existieren und wir uns dadurch ein eindeutiges Bild machen konnten. Die übelsten Haftbedingungen hatten die jüdischen Häftlinge zu erdulden. Viele verstarben oft krank oder unterernährt.

Ob Einzelzelle, Dunkelzelle, Großraumzelle oder Massenzelle; die Unterbringung war menschenverachtend! Sie ist ein Beleg des totalitären Regimes, welches Hitlerdeutschland in ganz Europa etablieren wollte.

Abschließend sahen wir Teile des Propagandafilmes über Terezin. Dieser wurde mit Fakten und Zahlen der Ghettorealität unterlegt und hat uns zu Tränen gerührt.

Anschließend besuchten wir noch den jüdischen Friedhof, die Zeremonienräume und das Kolumbarium. Damit schloss unsere Spurensuche in Terezin ab.

Nachmittags arbeiteten wir dann an unserer Präsentation weiter.

Nun sind wir sehr gespannt auf das Zeitzeugengespräch am Donnerstag in Prag.

Beeindruckende Spurensuche – 13.3.2018

Die Ausstellung zum kulturellen Schaffen in der Magdeburger Kaserne und das Ghettomuseum in der ehemaligen Jungenunterkunft waren vormittags die Orte unserer Spurensuche.

Auftragswerke der SS zu Propagandazwecken neben den Zeichnungen der Insassen, die zeigen, welche unsäglichen Leiden zu ertragen waren. Kinderzeichnungen und Kompositionen von bedeutenden Künstlern sowie Kostüme und Bühnenbilder konnten wir betrachten. Eine nachgestellte Unterkunft für 50 Personen, der Gedenkort an die getöteten Kinder, die einst das Ghetto Theresienstadt passierten sowie die vielfältigen kleinen Abteilungen im Ghettomuseum zur medizinischen Versorgung, zur Ernährung, zu den hygienischen Umständen und den unsäglichen Transporten nach Osten gaben einen allumfänglichen Einblick in das Leben und auch Sterben in Theresienstadt.

Am Nachmittag begannen wir dann alle diese Wahrnehmungen beim Bauen unserer Mobiles zu verarbeiten und zu besprechen. Am Abend sahen wir uns eine Aufführung der Kinderoper Brundibar an. Anschließend tanzten und sangen wir zu jüdischer Musik.

Morgen besuchen wir die Kleine Festung – ein Gefängnis!

Aufbruch zur Spurensuche – 12.3.2018

Bestens vorbereitet bestiegen wir Punkt 8:00 Uhr unseren Bus nach Terezin. Nachdem die erste Gruppe vor zwei Wochen sich in Terezin, dem ehemaligen Theresienstadt, und Prag mit der jüdischen Geschichte in der Zeit des deutschen Faschismus auseinandersetzen konnte, war es nun soweit und wir starteten zu unserem WORKCAMP.

An der Magdeburger Kaserne, unserer Unterkunft, angekommen, wurde eingecheckt und zu Mittag gegessen. Nele und Kim, unsere Partner von der Aktion Sühnezeichen führten uns dann auf dem Dachboden in den Plan der Woche ein. Anschließend begann die große Stadtführung durch das ehemalige Ghetto. Der Dauerregen gab der Stadt eine gewisse mystische Atmosphäre. Nach gut zwei Stunden musste heißer Tee uns aufwärmen.

Der Tag endete mit der Tagesreflexion und Musik. Insgesamt sind wir gespannt auf das, was wir an den nächsten Tagen an Erkenntnissen gewinnen werden.

Zeitzeugentreffen in Prag am 01.03.2018 – Donnerstag

Als Höhepunkt des WORKCAMPs treffen wir im Stadtteil Josefov von Prag, dem jüdischen Viertel, eine Zeitzeugin. Evelina Merová wurde am 25. Dezember 1930 als Evelina (Eva) Landová in Prag geboren. Sie war acht Jahre alt, als mit dem Einmarsch der Deutschen in Prag am 15. März 1939 ihr Leben aus der Bahn geriet. Im Juli 1942 wurde sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort lebte sie bis zum Dezember 1943 im Zimmer 28, L 410, Theresienstadt. Sie gehört zu dem Kreis der Überlebenden von Zimmer 28, deren Geschichte mit dem Buch und der Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28“ international bekannt wurde. Mit ruhigen Worten schilderte sie ihr Erleben über die Stationen Auschwitz, Stutthof bis Leningrad und zurück nach Prag. Dabei folgten die Zuhörer und Zuhörerinnen aufmerksam und wandten sich auch mit Fragen an die beeindruckende Gesprächspartnerin. Zum Abschluss sang ihr die Gruppe das Finale aus der Kinderoper Brundibar vor, was Frau Merová sehr freute.

Zuvor führte uns Frau Eva Kuzelova in das jüdische Prag ein. Dabei besuchten wir den alten jüdischen Friedhof sowie fünf Synagogen, welche zum Teil Gedenkstätte sind oder Museum oder in denen noch jüdisches religiöses Leben praktiziert wird.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Stadtwanderung von der Prager Burg über die Karlsbrücke und den Wenzelsplatz zum Hauptbahnhof. Damit erhielten alle auch einen Einblick in das moderne Leben der tschechischen Hauptstadt.

Damit endet unser WORKCAMP und am Freitag treten wir die Heimreise an.

Besuch der Kleinen Festung und jüdischer Friedhof am 28.02.2018 – Mittwoch

Auch Terezin wird von einer Kältewelle fest im Griff gehalten. Wie ganz Nordosteuropa. Deshalb war der heutige Tag eine doppelte Herausforderung für uns. Zum einen klimatisch, also warm anziehen und zum anderen mental. Denn das ehemalige Gefängnis der Prager Gestapo zeigt die übelsten Spielarten von Menschenrechtsverletzungen, die man sich vorstellen kann. Einzelzellen, Dunkelzellen Großraumzellen für 90 Häftlinge, Massenzellen für mehr als 500 Gefangene und die furchtbare Judenzelle. Alles Orte, die man niemanden wünscht je erleben zu müssen. Schlimmste sanitäre Umstände, keine funktionierende Heizung und ständige Schikanen führten zu Krankheiten mit Todesfolge. Die Kleine Festung ist eine Mahnung und Aufforderung zugleich, dass menschenfeindliche Systeme keine Anerkennung oder Duldung erfahren dürfen.

Anschließend gingen wir an die Eger. An den Ort, wo 22.000 Urnen mit der Asche von in Theresienstadt verstorbenen Insassen in den Fluss geschüttet wurden. Hier befindet sich eine kleine Erinnerungsstätte. Nachmittags führte unser Weg zum Jüdischen Friedhof von Theresienstadt. Er trägt heute den Charakter einer Gedenkstätte.

Nach diesen emotionalen Eindrücken arbeiteten wir nachmittags wieder an unseren Exponaten. Mit der Entscheidung für einen „Koffer der Erinnerungen“ haben wir im Kunstunterricht eine gute Vorarbeit geleistet.

Der Tag endete mit einen Workshop mit Kim und Nele zum allgegenwärtigen Antisemitismus.

Museumstag am 27.02.2018 – Dienstag

Zum Tagesauftakt trafen wir uns auf dem Dachboden. Die einzelnen themenbezogenen Projektgruppen stimmten sich kurz ab und besuchten dann getrennt das Ghettomuseum sowie die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne. Thematisch nahm die Rolle der Kinder im Ghetto einen großen Teil der Spurensuche ein. So wurde auch eine Zeichnung der Zeitzeugin vom Donnerstag, welches sie als Kind hier zeichnete,  gefunden.

Als zweiten Schwerpunkt wurde das Kultur- und Kunstschaffen betrachtet. Dabei zeigte sich die Vielschichtigkeit und Vielfalt des Schaffens als ein Kraftquell zum Überleben in der Hölle des Ghettos und als alternative Form des Widerstandes. Die meisten Werke sind die einzigen Vermächtnisse der Ermordeten.

Nachmittags begannen wir mit der Herstellung unserer Exponate.