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Peru und Bolivien- Entdeckung mit Folgen

Was haben zwei tausende Kilometer entfernte Länder mit unserem Leben in Europa zu tun?

Dieser Frage gingen die Mädchen und Jungen der sechsten Klasse in 6 Unterrichtsstunden nach. Im traditionellen Lateinamerikaprojekt der Schule erfuhren die Schüler/innen viel Wissenswertes über die Zusammenhänge der Armut in den Ländern Lateinamerikas mit dem Reichtum Europas, der bis zur Eroberung Amerikas zurückgeht. Spannend und anschaulich berichtete der Referent Matthias Nitsche über diese Länder und deren Menschen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Schüler wurden ermutigt Fragen zu stellen und das eigene Konsumverhalten kritisch zu betrachten. So wurde z.B. die Frage aufgeworfen: Müssen Bananen aus dem anderen Teil der Welt wirklich nur so viel kosten, wie Äpfel aus dem eigenen Land? Oder muss der Amazonasregenwald für billiges Weideland für viel zu billiges Rindfleisch durch Brände gerodet werden?

Durch viel Anschauungsmaterial verging die Zeit sehr schnell. Spannender Unterricht über die Welt und unser Leben mittendrin und die Verantwortung des Einzelnen.

Am Abend wurde das Projekt dann interessierten Eltern der Klasse 6a durch den Referenten im Beisein von Frau Grosch vorgestellt. Auch in dieser Runde gab es viele Momente des Nachdenkens über liebgewonnenes Konsumverhalten. Die Eltern erfuhren so, womit sich das eigene Kind am Vormittag beschäftigt hat. Vielleicht gibt es ja in einigen Familien mal Quinoa aus dem Andenhochland statt Kartoffeln oder es wird beim Einkauf häufiger auf Fairtradeprodukte geachtet.

Latain-Amerika-Projekt 2014

Lateinamerikaprojekt durchgeführt

In Zusammenarbeit mit der RAA Brandenburg fand vom 29.01. bis 31.01.2013 unser jährliches Lateinamerikaprojekt im 6. Schuljahr mit dem Musiker und Pädagogen Matthias Nitsche aus Oranienburg statt. Dabei geht es um mehr als nur Musik. Ausgangspunkt seines Herangehens ist, dass Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit ihre Ursachen einerseits in fehlendem Wissen über gesellschaftliche Prozesse haben, als Künstler unterschätzt er aber andererseits auch nicht den emotionalen Faktor.
Die Einbeziehung einer Vielzahl von mitgebrachten Gegenständen wie Instrumente, Kleidungsstücke, Nahrungsmittel sowie Fotos hilft, die Schüler/innen zu sensibilisieren. So gelingt es, über das Sehen, Hören und Anfassen eine „Öffnung gegenüber Fremdem“ zu erreichen. Wurzeln aus Kulturen der ganzen Welt werden wiederentdeckt und lassen Geschichte nachvollziehen. Das führt zu einer Öffnung auch gegenüber historischen und politischen Inhalten.