Aufbruch zur Spurensuche – 12.3.2018

Bestens vorbereitet bestiegen wir Punkt 8:00 Uhr unseren Bus nach Terezin. Nachdem die erste Gruppe vor zwei Wochen sich in Terezin, dem ehemaligen Theresienstadt, und Prag mit der jüdischen Geschichte in der Zeit des deutschen Faschismus auseinandersetzen konnte, war es nun soweit und wir starteten zu unserem WORKCAMP.

An der Magdeburger Kaserne, unserer Unterkunft, angekommen, wurde eingecheckt und zu Mittag gegessen. Nele und Kim, unsere Partner von der Aktion Sühnezeichen führten uns dann auf dem Dachboden in den Plan der Woche ein. Anschließend begann die große Stadtführung durch das ehemalige Ghetto. Der Dauerregen gab der Stadt eine gewisse mystische Atmosphäre. Nach gut zwei Stunden musste heißer Tee uns aufwärmen.

Der Tag endete mit der Tagesreflexion und Musik. Insgesamt sind wir gespannt auf das, was wir an den nächsten Tagen an Erkenntnissen gewinnen werden.

Zeitzeugentreffen in Prag am 01.03.2018 – Donnerstag

Als Höhepunkt des WORKCAMPs treffen wir im Stadtteil Josefov von Prag, dem jüdischen Viertel, eine Zeitzeugin. Evelina Merová wurde am 25. Dezember 1930 als Evelina (Eva) Landová in Prag geboren. Sie war acht Jahre alt, als mit dem Einmarsch der Deutschen in Prag am 15. März 1939 ihr Leben aus der Bahn geriet. Im Juli 1942 wurde sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort lebte sie bis zum Dezember 1943 im Zimmer 28, L 410, Theresienstadt. Sie gehört zu dem Kreis der Überlebenden von Zimmer 28, deren Geschichte mit dem Buch und der Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28“ international bekannt wurde. Mit ruhigen Worten schilderte sie ihr Erleben über die Stationen Auschwitz, Stutthof bis Leningrad und zurück nach Prag. Dabei folgten die Zuhörer und Zuhörerinnen aufmerksam und wandten sich auch mit Fragen an die beeindruckende Gesprächspartnerin. Zum Abschluss sang ihr die Gruppe das Finale aus der Kinderoper Brundibar vor, was Frau Merová sehr freute.

Zuvor führte uns Frau Eva Kuzelova in das jüdische Prag ein. Dabei besuchten wir den alten jüdischen Friedhof sowie fünf Synagogen, welche zum Teil Gedenkstätte sind oder Museum oder in denen noch jüdisches religiöses Leben praktiziert wird.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Stadtwanderung von der Prager Burg über die Karlsbrücke und den Wenzelsplatz zum Hauptbahnhof. Damit erhielten alle auch einen Einblick in das moderne Leben der tschechischen Hauptstadt.

Damit endet unser WORKCAMP und am Freitag treten wir die Heimreise an.

Besuch der Kleinen Festung und jüdischer Friedhof am 28.02.2018 – Mittwoch

Auch Terezin wird von einer Kältewelle fest im Griff gehalten. Wie ganz Nordosteuropa. Deshalb war der heutige Tag eine doppelte Herausforderung für uns. Zum einen klimatisch, also warm anziehen und zum anderen mental. Denn das ehemalige Gefängnis der Prager Gestapo zeigt die übelsten Spielarten von Menschenrechtsverletzungen, die man sich vorstellen kann. Einzelzellen, Dunkelzellen Großraumzellen für 90 Häftlinge, Massenzellen für mehr als 500 Gefangene und die furchtbare Judenzelle. Alles Orte, die man niemanden wünscht je erleben zu müssen. Schlimmste sanitäre Umstände, keine funktionierende Heizung und ständige Schikanen führten zu Krankheiten mit Todesfolge. Die Kleine Festung ist eine Mahnung und Aufforderung zugleich, dass menschenfeindliche Systeme keine Anerkennung oder Duldung erfahren dürfen.

Anschließend gingen wir an die Eger. An den Ort, wo 22.000 Urnen mit der Asche von in Theresienstadt verstorbenen Insassen in den Fluss geschüttet wurden. Hier befindet sich eine kleine Erinnerungsstätte. Nachmittags führte unser Weg zum Jüdischen Friedhof von Theresienstadt. Er trägt heute den Charakter einer Gedenkstätte.

Nach diesen emotionalen Eindrücken arbeiteten wir nachmittags wieder an unseren Exponaten. Mit der Entscheidung für einen „Koffer der Erinnerungen“ haben wir im Kunstunterricht eine gute Vorarbeit geleistet.

Der Tag endete mit einen Workshop mit Kim und Nele zum allgegenwärtigen Antisemitismus.

Museumstag am 27.02.2018 – Dienstag

Zum Tagesauftakt trafen wir uns auf dem Dachboden. Die einzelnen themenbezogenen Projektgruppen stimmten sich kurz ab und besuchten dann getrennt das Ghettomuseum sowie die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne. Thematisch nahm die Rolle der Kinder im Ghetto einen großen Teil der Spurensuche ein. So wurde auch eine Zeichnung der Zeitzeugin vom Donnerstag, welches sie als Kind hier zeichnete,  gefunden.

Als zweiten Schwerpunkt wurde das Kultur- und Kunstschaffen betrachtet. Dabei zeigte sich die Vielschichtigkeit und Vielfalt des Schaffens als ein Kraftquell zum Überleben in der Hölle des Ghettos und als alternative Form des Widerstandes. Die meisten Werke sind die einzigen Vermächtnisse der Ermordeten.

Nachmittags begannen wir mit der Herstellung unserer Exponate.

Anreise zum WORKCAMP am 26.02.2018 – Montag

Bei herrlichem Sonnenschein aber eisiger Kälte starteten wir unsere Erkundungsreise nach Tschechien. Mit einem modernen Reisebus legten wir die Anreise nach Terezin in knapp dreieinhalb Stunden zurück. An der Unterkunft, der Magdeburger Kaserne, wurden wir von den Freiwilligen Kim aus Frankfurt/M und Nele aus Münster empfangen und erhielten unsere Zimmerschlüssel. Nach dem Beziehen der Zimmer gab es Mittagessen. Anschließend trafen wir uns auf dem Dachboden, um den Wochenplan zu besprechen.

Erster Punkt unseres Arbeitspensums war die große Stadtführung in zwei Gruppen an alle Orte, die sowohl in der Zeit des Ghettos als auch in unserem Kinderbuch „Die Kinder aus Theresienstadt“ von herausragender Bedeutung waren. Jungen – und Mädchenunterkunft, SS-Kommandantur, Krankenhaus, die Hamburger Kaserne, Gebetsstube und die Zeremonienräume sollen hier nur stellvertretend genannt sein.

Darüber hinaus konnten wir die aktuelle Infrastruktur kennen lernen, um uns in den nächsten Tagen hier vor Ort gut auszukennen.

Der Tag fand seinen Anschluss mit der Reflexionsrunde auf dem Dachboden und ersten Tanzversuchen zu jüdischer Musik und Gesang. Morgen beginnen wir mit der konkreten Spurensuche.

Projektfinanzierung „Theresienstadt und ich“ ist gesichert

Traditionell bearbeiten die Schülerinnen und Schüler im 6. Schuljahr seit 2002/03 das politisch-historische Projekt „Theresienstadt und ich“. Alljährlich wird diese schulische Arbeit durch ein WORKCAMP, organisiert vom Förderverein der Mosaik-Grundschule Peitz e.V., in Terezin (vormals Theresienstadt) und Prag abgeschlossen. In diesem Schuljahr finden die Camps vom 26.02. bis 02.03.2018 und vom 12. bis 16.03.2018 in unserem Nachbarland Tschechien statt. Neben dem üblichen Teilnehmer_innenbetrag und dem Anteil des Fördervereins sind auch immer finanzielle Förderungen notwendig. In diesem Jahr wird das Projekt gegen das Vergessen von der Initiative DEMOKRATIE leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit unterstützt. Die Initiative unterstützt aus Mitteln der Bundesregierung Partnerschaften für Demokratie. So auch im Landkreis Spree-Neiße. Der für die Mittelvergabe zuständige Begleitausschuss beim Landrat hat entschieden, die Workcamps als Projektabschluss mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 2.854,00 Euro zu fördern. Wir verstehen diese Förderung auch als Wertschätzung und bedanken uns ganz herzlich.

Förderverein der Mosaik-Grundschule Peitz e.V.

Exkursion nach Cottbus – ein Blick in die Berufswelt

Gleich nach den Ferien einen Unterrichtsgang zu machen, das ist doch etwas Tolles. Dieses Glück hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b am 12. Februar 2018. Ihr Unterrichtsgang im Rahmen des WAT-Unterrichts führte (wie auch die Klasse 5a zwei Wochen zuvor) ins Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn nach Cottbus, wo Diesellokomotiven unter anderem aufgearbeitet, repariert und neu lackiert werden.

Dort angekommen, ging es los mit einer interessanten Führung durch die mehrere Fußballfelder große Werkshalle, wo wir verschiedene Züge sahen, alte und neue, mal mit Rädern, mal ohne. Hier wurde gerade viel geschweißt, gehämmert und geschraubt. Überall hörte und sah man die Leute fleißig arbeiten.

Im Anschluss ging es in die Ausbildungswerkstatt, wo schon die Auszubildenden auf uns warteten. Nun durften wir ein kleines Knobelspiel, das aus den Buchstaben D und B bestand, aus einem Draht biegen. Die angehenden Bahnmitarbeiter halfen uns dabei tatkräftig. Nebenbei führten der ein oder andere Gespräche darüber, wie Schule für Fünftklässler ist und die Azubis erzählten, wie ihre Berufsschule so ist.

Zum Schluss konnten wir mit den Auszubildenden auch noch ein richtiges Interview führen. Wir hatten schließlich im WAT-Unterricht am Computer einen Fragebogen mit vielen Fragen erstellt. Dabei haben wir zum Beispiel vieles Interessantes erfahren, dass viele der Auszubildenden gar nichts so viel älter sind als wir oder dass gar nicht alle als früheren Traumberuf „etwas mit Eisenbahnen“ angaben. Alles in Allem war es ein schöner und lehrreicher Ausflug.

Einen ganz herzlichen Dank geht hierbei noch einmal an Frau Hoffmann von der Deutschen Bahn, die da ganze für uns möglich gemacht hat.

S.Kurzhals

Tag der formalen Schulanmeldung

Sehr geehrte Eltern der zukünftigen Lernanfängerinnen und Lernanfänger,

die formale Anmeldung zur Schulaufnahme erfolgt an der Mosaik-Grundschule Peitz, Schulstraße 2, 03185 Peitz am Donnerstag,  11.01.2018  in der Zeit von 08.00 bis 17.00 Uhr. Sie muss persönlich in der Schule erfolgen!

Schulpflichtig sind alle Kinder, die im Zeitraum vom  01.10.2011 bis 30.09.2012 geboren sind. Bitte nutzen Sie den oben genannten Termin zur Anmeldung Ihrer Kinder. Bei eventuellen Fragen werden wir Sie entsprechend beraten. 

Folgende Unterlagen sind bei der Anmeldung vorzulegen bzw. beizubringen:

  • Geburtsurkunde
  • Ist nur ein Elternteil oder eine andere Person sorgeberechtigt, ist dies durch die Abgabe einer Negativbescheinigung oder die Vorlage einer Gerichtsentscheidung nachzuweisen.
  • Das Formular „Bestätigung der Teilnahme an der Sprachstandfeststellung“ ist abzugeben.

Am Tag der Schulanmeldung erhalten Sie auch den Termin der schulärztlichen Untersuchung, welche in der Schule stattfindet. (ab 8.10 Uhr bis 13.00 Uhr am 25.1., 31.1., 01.2., 14.2., 15.2. und 28.2.2018 zu Ihrer Vorabinformation). 

Frank Nedoma
Rektor

Schulwandertag 2017

Seit vielen Jahren fahren alle Schüler und Lehrer einmal im Jahr gemeinsam ins Staatstheater Cottbus. In den letzten Jahren waren es z.B.: Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf, Sechse kommen durch die Welt, Peter Pan oder Harlekin. In diesem Jahr stand ein Kinderbuchklassiker als Schauspiel auf dem Spielplan.

Kennt ihr die Geschichte von der verlorenen Zeit? Michael Ende schrieb darüber in seinem Roman „Momo“, Es ist eine sehr aktuelle Geschichte, denn fehlende Zeit kennen wir doch fast alle. Gespannt waren vor allem die Lehrer darauf, wie diese, doch nicht so einfache Geschichte, für Kinder ab 6 Jahren auf die Bühne gebracht wird.

So starteten wir aufgeregt und gespannt am 30. November mit 8 Bussen der Firma Halbasch, die uns schon seit mehreren Jahren zuverlässig fährt, nach Cottbus ins Staatstheater. Wir erlebten eine wunderschön inszenierte Geschichte, die Schüler und Lehrer begeisterte. Besonders in Erinnerung bleiben werden uns Momo, die Schildkröte Kassiopeia und die grauen Herren. 

Gut gelaunt und mit wunderschönen Eindrücken ging es wieder zurück in die Schule. Wir freuen uns schon auf den nächsten Schulwandertag im Jahr 2018 und sind gespannt, was dann auf dem Spielplan stehen wird.

B. Grosch

Vorlesetag in der Mosaik-Grundschule

Am 17. November 2017, dem bundesweiten Vorlesetag, bekamen wir, die Klasse FC, Besuch von unserer Vorlesepatin Frau Huras. Gespannt warteten wir darauf, welche Geschichte Frau Huras sich für uns ausgesucht hatte. Sie las uns eine Hexengeschichte von „Petronella Apfelmus“ vor, die uns sehr gut gefiel. Zum Schluss bekamen wir eine kleine Kostprobe nach dem Hexenrezept von Petronellas köstlichem Apfelkuchen. Außerdem brachte uns Frau Huras viele Bücher mit, die wir in diesem Schuljahr noch lesen wollen. Wir möchten uns recht herzlich bei Frau Huras für die tolle Vorlesestunde bedanken! Ein Dankeschön auch an die Firma Biella-Falken GmbH für die großzügige Spende.

Jana Kränsel