Die Klasse 6b der Mosaik Grundschule Peitz unternahm vom 13. bis 17. April 2026 eine bedeutende Bildungsfahrt nach Theresienstadt. Diese Reise wurde durch das zuvor gelesene Buch „Kinder aus Theresienstadt“ bereichert, das uns bereits wichtige Einblicke in das Leben der Kinder im Ghetto gegeben hatte. Bei unserer Ankunft in der Magdeburger Kaserne, in der die berühmte Oper „Brundibár“ auf dem Dachboden aufgeführt wurde, spürten wir sofort den historischen Geist des Ortes.
Wir besuchten das Ghetto Museum, wo wir viele künstlerische Werke der Bewohner, insbesondere der Kinder, bewunderten. Diese Eindrücke berührten uns tief und ließen uns die Stärke und Kreativität der Kinder trotz der widrigen Umstände erkennen. Anschließend besuchten wir das Krematorium und den Friedhof, Orte, die uns mit der schweren Vergangenheit konfrontierten und uns die Bedeutung des Gedenkens vor Augen führten. Auch die kleine Festung, die wir besichtigten, gab uns einen eindrucksvollen Einblick in die harten Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben mussten.

Am Donnerstag fuhren wir in die wunderschöne Landeshauptstadt Prag. Bei gutem Wetter erkundeten wir die Stadt und besuchten den Hradschin, die Karlsbrücke und das jüdische Viertel. Die prächtigen Bauwerke und die Geschichte dieser Stadt waren überwältigend und ließen uns die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart besser verstehen.
Zurück in der Magdeburger Kaserne ließen wir die Erlebnisse Revue passieren. Gemeinsam verarbeiteten wir unsere Eindrücke in einem Tagebuch, was uns half, unsere Gedanken und Gefühle besser zu sortieren. Um die Atmosphäre aufzulockern, tanzten wir einen jüdischen Tanz und sangen gemeinsam – diese Momente schufen eine tolle Gemeinschaft und ließen uns für einen kurzen Augenblick die Schwere der Themen vergessen.

Insgesamt war die Bildungsfahrt nach Theresienstadt eine lehrreiche und eindrucksvolle Erfahrung, die nicht nur unser Wissen über die Geschichte vertiefte, sondern auch unsere Empathie und unser Verständnis für die Bedeutung von Toleranz und Respekt förderte. Diese Reise wird uns alle nachhaltig prägen und in guter Erinnerung bleiben.
