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Besuch im Stadtteil Josefov von Prag

Am heutigen Donnerstag besuchten wir den Prager Stadtteil Josefov, das jüdische Viertel mit seinen vielen Synagogen und dem alten jüdischen Friedhof. Neben den Gedenkstätten und Museen besichtigten wir auch die Altneusynagoge, die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Hier finden noch heute Gottesdienste der jüdischen Gemeinde statt.

Unvergesslich wird für uns das Zusammentreffen mit Frau Doris Grozdanovicova bleiben. Sie erlebte als Jugendliche vier Geburtstage im Ghetto von Theresienstadt und wird im nächsten April 86 Jahre alt. Ihre Warmherzigkeit uns gegenüber und ihre Schilderungen des damals Erlebten werden wir nicht vergessen.

 

Terezin, 09.02.2012

Impressionen aus Terezin

Jeden Abend wird nach der Tagesreflexion getanzt und gesungen (siehe Foto`s). Dabei haben wir viel Spaß. Außerdem üben wir dabei schon für unsere Präsentation am 08. Mai 2012. Heute, am Mittwoch, besuchten wir die kleine Festung und am Nachmittag, bei bestem Sonnenschein, zeigten uns Severin und Simon den jüdischen Friedhof. Anschließend wurde wieder auf dem Dachboden gearbeitet.

Nun warten wir gespannt auf Donnerstag, unserer Fahrt nach Prag in das jüdische Viertel zur Besichtigung und dem Zeitzeugengespräch.

Terezin, 08.02.2012

Gruß nach Peitz

Aus dem eiskalten Terezin grüßen wir unsere Mitschüler/innen und Lehrer sowie unsere Eltern, Wir, die Klasse 6c, sind seit gestern in Terezin und wandeln auf den Spuren von Clara und Peter aus dem Buch Die Kinder aus Theresienstadt. Die beiden Betreuer, Severin und Simon erklären uns an den Orten des Geschehens, wie die Kinder damals im Ghetto leben mussten. Schule war untersagt und deshalb wurde heimlich in Kellern und auf Dachböden unterrichtet. Nun sind wir gespannt, was wir noch am Mittwoch erfahren werden und wie das Zeitzeugengespräch im jüdischen Viertel von Prag am Donnerstag wird.

 

Terezin, 07.02.2012

- Theresienstadt und ich -

Ein fächerübergreifendes Projekt

Im Schulprogramm der Mosaik-Grundschule Peitz ist der Erziehung zur Weltoffenheit, Solidarität und Toleranz ein wesentlicher Platz eingeräumt. Dazu haben die Lehrkräfte und Eltern ein umfangreiches Projektkonzept erarbeitet, welches die Geschichte des jüdischen Volkes, jüdisches Leben bis hin zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden in der Zeit des deutschen Faschismus behandelt.
Unter dem Titel „Theresienstadt und ich“ arbeiten Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrganges in den Fächern Deutsch, Kunsterziehung, Musik, Politische Bildung, Geographie und LER fächerübergreifend an dem Thema, welches seinen Höhepunkt in einer einwöchigen Studienfahrt nach Terezin (Theresienstadt) und Prag findet. Die Arbeit in der Gedenkstätte Theresienstadt und im jüdischen Viertel von Prag an authentischen Orten eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, historische Fragen und historisches Denken in einer völlig neuen Dimension kennen zulernen. Damit erreicht man bei den Heranwachsenden eine Nachhaltigkeit des erworbenen Wissens, was in der üblichen Unterrichtskulisse nicht erwartet werden kann.
In diesem Schuljahr 2011/12 nehmen im Februar 2012 zum zehnten Mal wieder Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an der Projektfahrt teil. Betreut wird die Gruppe von Lehrkräften und Eltern, sowie in Terezin und Prag von zwei Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen. Beim Besuch in Prag ist im jüdischen Viertel Zeit zur Begegnung und zum intensiven Gespräch mit einer Zeitzeugin geplant, die als Kind in das Ghetto nach Theresienstadt kam.
Während der Studienfahrt realisieren die Schülerinnen und Schüler 28 Unterrichtseinheiten.
Die Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeit erfolgt am 08. Mai 2012 in der Mosaik-Grundschule Peitz. Dazu werden neben den Eltern der Schülerinnen und Schüler auch die Amtsdirektorin Frau Hölzner und der Stiftungsratsvorsitzende der Teichlandstiftung e.V. Herr Geißler eingeladen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Form der Projektarbeit für die Erziehung zur Weltoffenheit und Toleranz auf dem Weg in eine globale Kommunikations- und Wissensgesellschaft eine nachhaltige positive Wirkung bei den Schülerinnen und Schüler unserer Region erzielt.
Alle Teilnehmer erhalten im Anschluss einen Nachweis, der die Teilnahme an der Bildung- und Studienfahrt belegt.
Peitz, den 27.01.2012

Frank Nedoma
Rektor

Studienfahrt im November

Studienfahrt im November

Die Klasse 6c machte den Auftakt mit der Bearbeitung des Schulprojektes „Theresienstadt und ich“ in diesem Schuljahr. Erstmals als Klassenverband reiste die Gruppe nach Terezin und Prag. Gedenkstättenbesuche, Materialstudien und das Zeitzeugengespräch mit Frau Doris Grozdanovicova, einer Überlebenden aus Theresienstadt, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Im Mai und Juni 2011 folgen die Klassen 6a und 6b.

Präsentation der Projektergebnisse vor der Amtsdirektorin und Eltern am 01.04.2009

terezin

Im Musikraum präsentierten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Mittwochabend ihre beeindruckenden Ergebnisse der diesjährigen Projektarbeit „Theresienstadt und ich“. Im Rahmen eines musisch-literarischen Programms wurden selbstverfasste Texte, Gedichte und Lieder vorgetragen sowie Beiträge aus der jüdischen Kultur vorgestellt. Eine Powerpointpräsentation von Luise Kehr aus der Klasse 6a nahm die Teilnehmer der Veranstaltung gedanklich mit nach Terezin und Prag. Herr Uwe Kehr schilderte den Anwesenden seine Eindrücke von der Studienfahrt und würdigte dabei besonders die Bedeutung des Zeitzeugengesprächs mit Frau Podmelova, die als 21 Jährige von der Roten Armee in Theresienstadt befreit wurde. Frau Elvira Hölzner gab anschließend der Hoffnung Ausdruck, dass auch zukünftige Abschlussjahrgänge der Mosaik-Grundschule Peitz dieses Projekt bearbeiten können.