Wenn Geschichte erlebbar wird

Am dritten Tag unserer Studienreise besuchten wir den jüdischen Friedhof von Terezin. Es war sehr ergreifend zu sehen, wie viele Menschen hier ihre letzte Ruhe fanden, die zuvor im Ghetto an Krankheit oder Hunger gestorben waren. Die Gedenkplatten machten darauf aufmerksam, aus welchen Ländern Menschen nach Theresienstadt deportiert wurden. Fast jede europäische Nation war darunter. Nachmittags erlebten wir dann eine Führung durch die Kleine Festung, dem ehemaligen Gefängnis der Prager Gestapo. Die menschenunwürdigen Unterbringungsmethoden machten uns alle betroffen. Den Inhaftierten wurde ihre Würde genommen, ihr Aufenthalt wurde zu einem Martyrium. Den Abschluss des Besuches der Festung bildete eine Filmvorführung. Hier wurde das Ghettoleben thematisiert und die Transporte nach Osten. Die vorgetragenen Zahlen sprachen für sich.

Nach diesem emotionalen Tagesprogramm stand am Abend die eigene kulturelle Betätigung im Mittelpunkt.

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