Monatsarchiv für Januar, 2014

Woche in Tschechien mit vielen bleibenden Eindrücken – Freitag, 31.01.2014

Wir sind am Freitag um 13.00 Uhr wieder in Peitz eingetroffen. Danach erhielten wir unsere Zeugnisse und wurden von unseren Eltern abgeholt. Dass diese lang vorbereiteten fünf Tage so schnell vergingen, wollten viele gar nicht glauben. Uns bleiben jetzt die Erinnerungen an die Gespräche, Führungen, Museen, an die Abendrunden in großer Runde und unsere Arbeit an den Lapbooks. Besonders hat uns das Treffen mit Frau Dr. Dagmar Lieblova beeindruckt. Mit Kraft und Zuversicht stand sie uns mit fast 85 Jahren als Holocaustüberlebende in Prag Rede und Antwort. Das werden wir nicht vergessen.
Durch Musik und Tanz waren die gemeinsamen Abende oft zu schnell vorüber. Bei Tischtennis und anderen Spielen in den Unterkünften ließen wir die Tage ausklingen.
Jetzt freuen wir uns auf die Winterferien!

Terezin 2014 Tag 5

Am Donnerstag wurde Prag besucht

Ziel war der Stadtteil Josefov, dem jüdischen Viertel der tschechischen Hauptstadt. Hier fand das Treffen mit der Zeitzeugin Frau Dr. Dagmar Lieblova als Reisehöhepunkt statt. Sie kam als dreizehnjährige nach Theresienstadt in das Ghetto und wurde nach 6 Monaten mit der ganzen Familie nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte als einziges Familienmitglied! Trotzdem kennt sie das Gefühl von Hass nicht, aber vergessen kann sie das Geschehene niemals. Wir dankten Frau Lieblova mit dem Vortragen des Finales aus Brundibar. Sie war mehrmals Akteurin während der Ghettoaufführungen der Kinderoper.
Wir sahen uns auch das Jüdische Museum mit seinen Synagogen und Gedenkorten an. Dabei wurde die Vielfalt des jüdischen Lebens deutlich.
Nachdem vormittags auf dem Weg nach Josefov die Prager Burg, der Veitsdom und die Karlsbrücke von uns besichtigt wurden, führte uns der Nachmittag zum Wenzelsplatz. Prag ist eine beeindruckende Großstadt voller Trubel.
Abends fand unsere Abschlussfeier mit Sophie und Christian statt. Wir sangen, tanzten und stellten unsere Projektarbeiten in großer Runde vor. Abschließend verabschiedeten wir die Freiwilligen und begannen unsere Sachen zu packen! Morgen ist Heimreise!
Vergessen werden wir die Studienfahrt nicht. Wir werden noch viel darüber sprechen zu Hause und in der Schule! Unser großes DANKESSCHÖN gilt Frau Neubert, Frau Kalzke, Frau Emrich, Herrn Schwella, Herrn Mucha, Herrn Dr. Zien, Frau Pruskel, Frau Weigler, Frau Wieden und Herrn Nedoma. Sie waren immer für uns da. Besonders bedanken möchten wir uns bei Sophie Storch und Christian Hanl, die uns mit ihrem Wissen viel, viel Neues vermittelt haben und viele Gespräche mit und führten. Auf Wiedersehen Terezin!

Terezin 2014 Tag 4

Die Kleine Festung besucht

Nach dem Frühstück ging es auf eine Winterwanderung. Ziel war die Kleine Festung vor den Toren von Terezin. Das ehemalige Polizeigefängnis diente in der Ghettozeit der Gestapo als Hafteinrichtung mit unmenschlichen Bedingungen. Während der Führung in drei Gruppen wurde deutlich, wie menschenverachtend mit den dort inhaftierten Menschen umgegangen wurde. Auf dem Rückweg verweilten wir an dem Mahnmal an der Eger, wo 1945 die Asche der Toten in den Fluss Eger geschüttet wurde. Der Besuch des jüdischen Friedhofs mit dem Krematorium beendete den Ausflug.

Nachmittags wurde wieder auf dem Dachboden gearbeitet und abends getanzt und gesungen. Nach diesem erlebnisreichen Tag sind wir alle mächtig neugierig auf Prag und das Treffen mit Frau Dr. Dagmar Lieblova.

Terezin 2014 Tag 3

Der zweite Tag in Terezin

brachte uns in die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne und in das Ghettomuseum. Sophie und Christian führten uns thematisch in die Darstellungen und Exponate ein. Dabei stellten wir viele Fragen und konnten erkennen, wie das Leben im Ghetto Theresienstadt verlief. Hunger und Krankheiten waren die täglichen Begleiter in der völlig überfüllten Festungsstadt von 1941 bis 1945. Trotzdem waren künstlerische Betätigung und das Lernen in der verbotenen Schule nicht weg zu denken aus dem Alltag.
Nachmittags fassten wir unsere Erkenntnisse in unseren Lapbooks zusammen und begannen auch mit der repräsentativen Gestaltung.

terezin2014-2-gesamt

 

Der zwölfte Jahrgang in Folge besucht das ehemalige Ghetto Theresienstadt und Prag

Am 27. Januar 2014, dem Holocaustgedenktag, ist unsere 64 köpfige Gruppe zur Studienreise nach Terezin und Prag mit dem Bus aufgebrochen. Nach gründlicher Vorbereitung in der Schule, dem Lesen des Kinderroman „Die Kinder aus Theresienstadt“ uvm. steht nun eine Woche Spurensuche vor Ort auf dem Plan. Die beiden Freiwilligen Sophie und Christian haben uns heute die Stadt Terezin nahe gebracht. Die zweistündige winterliche Führung führte uns an die Orte der Handlung im Roman und machte uns die damalige Zeit lebendig.
Abends reflektierten wir in großer Runde den Tag, sangen und tanzten miteinander. Wir sind gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.

Terezin 2014 Tag 1