Monatsarchiv für April, 2013

25.04.2013 Ausflug nach Prag

Heute waren wir in Prag. Bei herrlichem Wetter besuchten wir die Prager Burg und den Veitsdom. Der Höhepunkt des Tages war das sehr berührende Gespräch mit der Zeitzeugin Michaela Vidláková. Sie erzählte viel über ihre Kindheit, über Theresienstadt und aus ihrem Leben. Zu den Besichtigungen am Nachmittag gehörten das jüdische Viertel, zwei Synagogen und der jüdische Friedhof. Anschließend sahen wir uns in kleinen Gruppen die Prager Innenstadt an. Zurück in der Magdeburger Kaserne blickten wir zusammen auf die letzten vier Tage zurück. Den Abend ließen wir mit einem kleinen Abschlussprogramm auf dem Dachboden ausklingen, um am nächsten Morgen gemeinsam die Heimreise anzutreten.

terezin 2013 gr2 4 ges

24.04.2013 Besuch der Kleinen Festung

Am Vormittag besuchten wir die Kleine Festung, die in ihrer Geschichte hauptsächlich als Gefängnis genutzt wurde. In der Nazizeit inhaftierte man dort politisch Verfolgte. Beeindruckend war der Gang durch das 30 Kilometer lange Labyrinth, wovon wir etwa 500 Meter durchliefen. Während der Führung erfuhren wir, dass das Labyrinth als Teil der Festungsanlage von Theresienstadt errichtet wurde.

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Dachboden und arbeiteten an unseren Exponaten. Jede Gruppe gab eine erste kurze Zusammenfassung ihrer Arbeit. Den Abend ließen wir mit einer kleinen Geburtstagsfeier für unsere Daria ausklingen.

terezin 2013 gr2 3 ges

23.04.2013 Besuch des Ghettomuseums

Am zweiten Tag besuchten wir das Ghettomuseum und die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne. Hier sammelten wir viele Informationen für unsere Exponate. Am Nachmittag begannen wir dann mit der Arbeit an den Texten und Bildern. Zum Ende des Tages sahen wir den Film über die Oper „Brundibár“.

terezin 2013 gr2 2 ges

22.04.2013 – Ankunft in Theresienstadt

Wir, die zweite Projektgruppe, Frau Zech, Frau Krause und Frau Hähnel kamen gut in Theresienstadt an. Nachdem die Zimmer eingerichtet waren, nahmen wir das Mittagessen ein. Gut gestärkt wurden wir von Jakob, unserem netten Gruppenbetreuer, durch die Stadt Terézin geführt. Wir sahen viele interessante Plätze, die uns bereits aus dem Buch „Die Kinder aus Theresienstadt“ bekannt waren. Nach einer kleinen Gesprächsrunde über die Eindrücke des Tages beendeten wir den Abend mit Gesang und Tanz auf dem Dachboden der Magdeburger Kaserne.

terezin2013-gr2-1-ges

Projektfahrt zum Tagebau

Am 18. April 2013 war es so weit. Unsere Projektfahrt zum Tagebau begann. Mit unseren Fahrrädern und reichlich Verpflegung ausgestattet, radelten wir nach Neundorf. Wir, die 5a und 5c, fuhren an den Peitzer Teichen und wunderbarer Natur vorbei. Dort angekommen, warteten wir auf einen Spezialbus, der uns zum Besucherzentrum fuhr und danach in den Tagebau.
Als dort wir ausstiegen, sahen wir die riesige Förderbrücke. Sie war so groß, dass sie nicht einmal auf ein Foto mit ganzer Länge passte. Dann fuhren wir hinunter – unter die f60 – und sammelten Kohle oder Überreste von uralten Mammutbäumen. Anschließend ging es zum Rekultivierungsgebiet, wo neu gepflanzte Nadelbäume wuchsen.
Außerdem fuhren wir zu einer Stelle, an der sehr viele Findlinge lagen. Alle kletterten auf ihnen herum und hatten viel Spaß.
Ein Besuch des Erlebnisparks Teichland – kurz Sommerrodelbahn rundete unseren Projekttag ab. Hier hatten wir ein und eine halbe Stunde Zeit uns zu amüsieren.
Wir danken Frau Mackuth und Frau Hobracht von Vattenfall, die diesen Tag für und organisierten.

Luise aus der Klasse 5a

Moldaumetropole und Zeitzeugengespräch – 18.04.2013

Mit großen Erwartungen bestiegen wir am Morgen den Bus nach Prag. Der brachte uns in einer knappen Stunde zur Prager Burg, dem Sitz des Staatspräsidenten. Der Veitsdom und die Wachablösung waren gleich zwei Highlight`s. Anschließend führte uns ein Spaziergang von der Burg durch das „Kleine Prag“ über die Karlsbrücke in den Stadtteil Josefov. Hier trafen wir Frau Dr. Michaela Vidlakova, die als 6-jähriges Mädchen am 22.12.1942 mit ihren Eltern in einem Transport aus Prag nach Theresienstadt kam. In einem knapp zweistündigen Gespräch erzählte sie über ihr Leben, welches eine jähe Wendung nahm mit dem Tag, ab dem alle Juden den gelben Stern tragen mussten. Die beschriebene Zeit im Ghetto und die nie schwindende Zuversicht bei ihr und ihrer Familie waren für uns sehr beeindruckend. Ihre zuversichtlichen Worte an uns werden uns immer begleiten.
Am Nachmittag besuchten wir noch vier Synagogen und den alten jüdischen Friedhof. Danach erkundeten wir Prag, die Stadt an der Moldau. Modern, groß und schick! Eine tolle Stadt!
Abends reflektierten wir die Woche, tanzten und spielten. Wir verabschiedeten uns auch von Jakob!
Danke für diese beeindruckende Woche hier in Terezin und Prag!

terezin 2013 4

Besuch der Kleinen Festung – 17.04.2013

Nachdem der Dienstagabend freudvoll mit Gesang und Tanz zu Ende ging, war das einstige Gestapo-Gefängnis Ziel unserer heutigen Besichtigungstour. Eine informative Führung und der anschließende Film im Gefängniskino machten uns bewusst, wie unmenschlich der Umgang mit den Häftlingen war. Besonders schikaniert wurden die jüdischen Gefangenen. Oft erhielten sie auch Sonderstrafen und schlechteres Essen.

Anschließend suchten wir die Stelle am Fluss Eger auf, an der 22000 Urnen (Pappkartons) 1944 geleert wurden und die Asche so den Weg in die Weltmeere nahm und es keinen Ort zum Gedenken für die Hinterbliebenen gibt.

Am Nachmittag führten wir unsere Gruppenarbeit fort und abends wurde nach der Reflexionsrunde wieder gesungen und getanzt. Morgen geht es mit dem Bus nach Prag zum Zeitzeugengespräch und zum Rundgang durch das Jüdische Viertel „Josefov“.

terezin 2013 Tag 3

Tag voller Eindrücke – 16.04.2013

Das Ghettomuseum und die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne standen heute Vormittag auf unserem Programm. Jakob gab uns bei seiner Führung durch die Expositionen interessante Erläuterungen zum Verständnis der Exponate. Inhaltlich konnten wir unser Wissen über das Leben im Ghetto Theresienstadt vertiefen. Am Nachmittag fanden wir uns dann in kleinen Gruppen zusammen, um die speziellen Themen zu bearbeiten.

terezin2013-2

Anreise und Stadtrundgang – 15.04.2013

Mit einem Zwischenstopp sind wir 12.15 Uhr in der Unterkunft in Terezin eingetroffen. Jakob Fahrner, unser Freiwilliger aus Graz erwartete uns schon im Quartier. Als wir unsere Zwei- und Dreibettzimmer bezogen hatten, ging es zum Mittagessen. Am Nachmittag lernten wir beim Stadtrundgang die historische Bedeutung der Gebäude kennen. Am Abend reflektierten wir den ersten Tag auf dem Dachboden und formulierten dabei unsere Erwartungen an die nächsten Tage hier in der Begegnungs- und Bildungsstätte.

terezin 2013 1

Projektfahrt wird zum elften Mal durchgeführt

Im März 2003 gingen erstmals Mädchen und Jungen aus Peitz und Umgebung auf Spurensuche im Rahmen der Projektfahrt „Theresienstadt und ich“ nach Tschechien. Inzwischen hatte das Projekt 611 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Ab Montag (15.04.2013) wird zum elften Mal in Folge der 6. Jahrgang der Mosaik-Grundschule Peitz in Terezin und Prag den Helden aus dem Kinderroman „Die Kinder aus Theresienstadt“ von Kathy Kacer nachspüren. Am authentischen Lernort wird das Leben von Clara und ihrer Familie anschaulich. Welche Rolle die Oper Brundibar im Ghettoalltag der Kinder spielte wird ein Themenschwerpunkt sein. Höhepunkt wird das Zeitzeugengespräch am 18. April in Prag.

teresin2013-1 teresin2013-2